Die Bahai: Abdul-Baha in Stuttgart
Abdul-Baha 1913 in der Villa Wagenburg in Stuttgart

Das erste Gebot der Religion
Am 6. April 1913 sprach Abdul-Baha im Oberen Museum über die Bedeutung der Liebe:
„Das Größte, was der Mensch erreichen kann, ist, dass er liebt. Liebe ist der
Ursprung der Schöpfung. Liebe führt das Glück und den Frieden der Menschheit
herbei. Liebe ist das unterscheidende Merkmal zwischen dem Geistigen und dem
Tierischen. Darum sagte Jesus Christus, Gott ist die Liebe. Das erste und größte
Gebot der Religion ist die Liebe. Der beste Gottesdienst ist, Liebe unter den
Menschen zu entwickeln und zu fördern.“

Das Wesen jeder Religion ist eines
Am 3. April 1913 sagte Abdul-Baha in Stuttgart:
„Die Grundlage, das Wesen jeder Religion
ist eines, ihre Wirklichkeit, ihr ewiges Wesen, ist eines, es kann nicht vervielfältigt und
niemals verändert werden. Die Ziele jeder Religion Gottes sind Liebe, Zuneigung, Freundlichkeit
und Güte. Die Religion soll die Herzen der Menschen verbinden. Aber die Religion wurde tausendmal
zur Ursache von Hass und des Streit. Christus nahm viele Leiden auf sich, um Liebe und Einigkeit
unter den Menschen zu schaffen und zuletzt erduldete er den Tod am Kreuz. Warum tat er dies alles?
Sein Ziel war, die Menschheit zu erleuchten, so dass Einigkeit und Harmonie in den Herzen platzgreifen.
Friede und Vergebung sollten in allen Ländern herrschen. Alle Propheten Gottes haben sich gleichfalls
bemüht, daß die Menschen Frieden halten und Liebe und Einigkeit üben sollen.“

Stuttgart 1913

Am ersten April des Jahres 1913 traf Abdul-Baha in Stuttgart ein, in der Stadt, da die Bahai-Lehren zuerst
Wurzel geschlagen hatten. Die Berichte aus dieser Zeit lassen ahnen, welch tiefen Eindruck der Besuch
hinterließ. Abdul-Baha wandte sich in mehreren Ansprachen an die Stuttgarter Bürger.
Er sprach über das Ziel der Völkerverständigung, die gemeinsame Grundlage der Religionen
und die zentralen Lehren seines Vaters, dem Religionsstifter Baha’u’llah.
Hotel Marquardt

Während seines Aufenthaltes bis zum 8. April 1913 wohnte Abdul-Baha im Zimmer 150 des Hotels Marquardt,
wo er zahlreiche Besucher empfing.
Bürgermuseum

Am 3. April 1913 sprach Abdul-Baha zu einer öffentlichen Versammlung im Bürgermuseum in der Langestraße.
Seine Rede wurde aus dem Persischen zuerst ins Englische und dann ins Deutsche übersetzt.
Download: Ansprache als PDF