Aktivitäten: Presseecho und Grußwort
Einen chronologisch geordneten Auszug des Presseechos zu Veranstaltungen unserer Gemeinde oder Projekten, die wir unterstützen, finden Sie in der Spalte rechts.
Bahai-Gemeinde Stuttgart ist in Sorge um Bahai im Iran
Pressemitteilung 23. September 2010

Erst kürzlich wurde bekannt, dass die seit zwei Jahren im Evin-Gefängnis festgehalte iranische Bahai-Führung zu jeweils zwanzig Jahren Haft verurteilt wurde. Neuesten Berichten zufolge wurde das Urteil auf jeweils
10 Jahre reduziert. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass diese Menschen zu Unrecht – nämlich allein wegen ihrer religiösen Überzeugung - festgehalten und verurteilt wurden.
Die Verfolgung der größten religiösen Minderheit im Iran erstreckt sich über staatlich organisierte Hetzkampagnen, die Missachtung grundlegender Bürger- und Menschenrechte bis hin zu Enteignungen und willkürlichen
Inhaftierungen. Zahlreiche Bahai, die im Iran als Apostaten betrachtet werden, werden ohne Anklage und Anspruch auf Rechtsbeistand landesweit in Gefängnissen unter besorgniserregenden Bedingungen festgehalten.
Die Bahai-Religion, die ihren Ursprung zur Mitte des 19. Jahrhunderts im damaligen Persien nahm, gilt als humanitär-aufklärerisch. Die Religion, zu deren Grundüberzeugungen der Glaube an eine mystische Einheit der Religionen
und die Gleichwertigkeit aller Menschen, insbesondere von Mann und Frau, gehören, ist heute weltweit verbreitet.
Bahai-Gemeinde feiert
hundertsten Geburtstag
Esslinger Zeitung vom 12. September 2005

Stuttgart (dpa) – Mehr als 1000 Anhänger der Weltreligionsgemeinschaft Bahai haben am Samstag die Gründung ihrer deutschen Gemeinde vor 100 Jahren gefeiert.
Im Kongresszentrum der Messe kamen Bahai aus 70 Nationen zu der Feier zusammen, wie die Orgenisatoren mitteilten. Die Geschichte der Bahai in Deutschland begann 1905 in Stuttgart.
Damals brachte Edwin Fischer aus Amerika die neue Religion in seine schwäbische Heimat mit.
Die Weltreligion, die weder Beichte noch Priester und kaum Rituale kennt, gilt als so friedvoll wie nur wenige. Sie zählt nach Angaben des Religionswissenschaftlichen Medien-
und Informationsdienstes in marburg rund 5000 Mitglieder deutschlandweit. Die Religion wird nach Bahai-Angaben an 900 Orten gepflegt. Zentrum des Vereins und des neunköpfigen
Nationalen Geistigen Rates ist das vor 40 Jahren gegründete Haus der Andacht im hessischen Hofheim bei Frankfurt.
„Wir wollen vor allem das Verbindende zwischen den Religionen herausstellen, es gibt nur einen Gott für alle“, sagte der Stuttgarter Bahai Michael Gollmer.
Bundesinnenminister Otto Schily hatte den Bahai in diesem Jahr für ihr „ungebrochenes Engagement“ für „die Bewahrung gemeinsamer Werte und die
Gleichwertigkeit aller Menschen“ gedankt.
Ihr Weltzentrum liegt in der nordisraelischen Hafenstadt Haifa am Berg Karmel. Dort wurden 2001 die hängenden Gärten um den Schrein des „Bab“ eingeweiht.
Der aus Schiraz stammende Kaufmann Sayyid Ali Muhammad (1819-1850) ist erster Gründer des Glaubens. Dieser als Erlöser verehrte Bab (arabisch für Tor) stellte
dem Islam ein neues Religionsgesetz entgegen, den Bayan. In dessen Zentrum steht die Einheit der Menschheit, die Gleichstellung von Mann und Frau und das Streben nach Frieden.
Foto von Alexander Schramm: Gabriele Müller-Trimbusch
Grußwort der Bürgermeisterin
Anlässlich der Hundertjahrfeier in Deutschland

Im Namen der Landeshauptstadt Stuttgart darf ich Sie sehr herzlich zu der heutigen Festveranstaltung
anlässlich des hundertjährigen Jubiläums Ihrer Glaubensgemeinschaft in Deutschland
begrüßen. Herzlich willkommen heißen möchte ich besonders auch diejenigen hier im Saal,
die zum heutigen Anlass extra nach Stuttgart angereist sind.
Dass gerade Stuttgart heute die Stätte ihrer Jubiläumsfeier ist, freut uns natürlich ganz besonders.
Es hat aber auch einen guten Grund. Schließlich liegen die Wurzeln der Bahai in Deutschland in der Region
Stuttgart. Edwin Fischer und Alma Knobloch lernten als Auswanderer in Amerika den Bahai-Glauben kennen und schätzen.
Nach ihrer Rückkehr in die schwäbische Heimat vor 100 Jahren war es den beiden ein Anliegen, ihre
Überzeugungen auch in Deutschland zu verbreiten.
Bis zum Verbot durch die Nationalsozialisten waren Stuttgart und Esslingen die herausragenden Zentren der Bahai in
Deutschland, die mit den dort angesiedelten Verlagen und Informationshäusern für das bekannt werden der
Glaubensgemeinschaft sorgten.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bemühten sich die wenigen, in Deutschland verbliebenen und überlebenden
Bahai-Mitglieder erfolgreich um eine Neuorganisation der Gemeinde in Stuttgart, die heute eine – gemessen an anderen
Glaubensgemeinschaften – zwar kleine, aber äußerst aktive Gruppe in unserer Stadt ist.
Die Landeshauptstadt Stuttgart schätzt die Aktivitäten der Bahai-Gemeinde sehr, denn sie bringt sich in
beispielhafter Weise in das gesellschaftliche Leben unserer Stadt ein.
Ihr Engagement für ein friedliches und hilfreiches Miteinander der Menschen und dessen Weiterentwicklung ist sehr
wertvoll. In Stuttgart leben Menschen aus über 170 Nationen. Stuttgart legt großen Wert auf seinen guten Ruf
als eine Stadt der kulturellen und religiösen Vielfalt und Toleranz. Das harmonische Miteinander der Menschen
unterschiedlichster Kulturen, Ethnien und Religionen zu fördern ist der Landeshauptstadt ein wichtiges Anliegen,
so dass wir für Ihre Unterstützung hierbei sehr dankbar sind.
So hat die Bahai-Gemeinde auch aktiv am Zustandekommen eines wichtigen Manifestes mitgewirkt, das für ein friedliches
und aktives Miteinander der Religionen in Stuttgart wirbt.
Es handelt sich dabei um das zentrale Ergebnis der bisherigen Arbeit des von unserem Oberbürgermeister Herrn Dr. Schuster
initiierten runden Tisches der Religionen in Stuttgart.
Führende Vertreter von 25 Religionsgemeinschaften haben sich durch die Unterzeichnung dieses Manifests am 9. November
2004 zur Beachtung eines gemeinsamen Verhaltenskodex im Interesse eines vernünftigen Umgangs bei Missverständnissen
oder Konflikten verpflichtet. Die Unterzeichner erklärten damit insbesondere, dass Konflikte grundsätzlich gewaltfrei
zu lösen sind, Religion niemals zur Rechtfertigung von Gewalt dienen und nicht für politische Zwecke missbraucht werden
dürfen und dass die Religionsgemeinschaften bereit sind, den demokratischen Rechtsstaat unterstützen. Hiermit setzen
sie ein wichtiges Symbol für ein friedliches und aktives Miteinander aller Religionen in einem demokratisch geprägten und
freiheitlichen Gemeinwesen.
Was erschwert die friedliche Koexistenz von Menschen mit verschiedenen Glaubensrichtungen? Was müssen wir von den
Überzeugungen des Anderen wissen, um ihn als Freund und Nachbarn zu akzeptieren? In Stuttgart widmet sich der „Runde
Tisch der Religionen“ kontinuierlich diesen Fragen. Die Bahai-Gemeinde ist hierbei ein wertvoller Kooperationspartner.
Auch im Zusammenhang mit dem Festival „Theater der Welt“, dass im Frühsommer in Stuttgart stattfand, hat sich die
Bahai-Gemeinde aktiv eingebracht. Die gemeinnützige Stiftung Nestwerk hatte Wohnraum für die an diesem Festival mitwirkenden
Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt auf dem Baur-Areal in Stuttgart-Berg zur Verfügung gestellt. Daraus
entstand die Idee, für die zahlreichen Künstlerinnen und Künstlerinnen verschiedenster Glaubensrichtungen einen
gemeinsamen neutralen Raum innerhalb dieser Wohnsiedlung bereitzustellen, einen sogenannten „Raum der Stille“, an
dem alle – in gegenseitiger Rücksichtnahme und Toleranz – ihrem jeweiligen Glauben nachgehen können. Dieser
Raum sollte auch dazu beitragen, evtl. Berührungsängste zwischen den Glaubensgemeinschaften abzubauen und damit das
Gemeinschaftsgefühl der zahlreichen Künstlergruppen zu stärken.
Die Bahai-Gemeinde hat von Anfang an diesen schönen Gedanken mitgetragen und gemeinsam mit den anderen beteiligten
Glaubensgemeinschaften aktiv mit Leben erfüllt.
Die Bahai-Gemeinde hat im Januar dieses Jahres zudem zum Weltreligionstag in Stuttgart eingeladen. Für diese Initiative bedanke
ich mich im Namen der Landeshauptstadt Stuttgart. Eine Glaubensrichtung, die überzeugt ist, dass Religion sich ständig
weiterentwickeln muss, ist meiner Meinung nach ein guter Gastgeber für den Dialog mit den Anderen. Der Respekt, den Sie den anderen
Weltreligionen zollen, Ihre Offenheit für Andersdenkende, Ihre Friedensbotschaft für diese eine Welt, in der wir leben,
macht Sie für uns zu einem gesuchten und geschätzten Gesprächspartner. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin,
damit Stuttgart sich als internationale Stadt friedlich und qualitätsvoll präsentieren und weiterentwickeln kann.
Vor rund sechs Wochen war ich auf Einladung einer jüdischen Gemeinde zu Besuch in Israel. Es ging um eine Einweihungsfeier
für eine neue soziale Einrichtung in der jüdischen Gemeinde, die freundschaftlich mit der Landeshauptstadt Stuttgart
verbunden ist. Im Rahmen des Besuchsprogramms hatte ich auch die Gelegenheit, die Stadt Haifa zu besuchen und die dortige Heilige
Stätte der Bahai zu sehen. Besonders erwähnenswert ist hierbei sicher auch, dass Mitglieder der jüdischen Gemeinde
diesen Besuch für mich organisiert haben – zweifellos eine ganz besondere Geste der guten Verständigung zwischen den
beiden Glaubensgemeinschaften. Der Besuch des prachtvollen Mausoleums und seiner wundervollen Gartenanlagen war für mich ein
beeindruckendes Erlebnis, dass mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Für den heutigen Festtag, der Ihnen einen reichhaltiges Programm bietet, wünsche ich Ihnen Frieden und Einkehr bei der
Erörterung Ihrer religiösen Themen und Spaß und Freude an den kulturellen Darbietungen.
Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch
im Namen der Landeshauptstadt Stuttgart

Woran Stuttgarter glauben

Michael Gerster: Bei den Bahai regiert das Prinzip Verantwortung / Irena und Omid Gollmer haben über die Religion die Liebe entdeckt (Stuttgarter Nachrichten vom 22. Dezember 2008)
Download:
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Überblicksartikel „Religionen im Dialog“: Von Bahai bis Taoismus (Stuttgarter Nachrichten vom 20. Dezember 2008)
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Fußball der Religionen

Michaele Heske: Fußball der Religionen / Pünktlich zur Europameisterschaft hat die Christlich-Islamische Gesellschaft beim "Fest der Religionen 2008" ein Fußballturnier auf die Beine gestellt (Stuttgarter Nachrichten vom 2. Juni 2008)
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Gemeinsame Wurzeln
Rosa Stecher: Irgendwo liegen die gemeinsamen Wurzeln / Dritter Tag der Religionen sorgt für viel Diskussionsstoff – Teilnehmer mit viel Herz und Seele bei der Sache (Reutlinger Nachrichten vom 22. April 2008)
Online:
bahai-einblicke.de
Im Haus der Jugend
Norbert Leister: Den Menschen in seiner Gesamtheit sehen / Christ, Jude, Moslem, Bahai: Tag der Religionen im Haus der Jugend (Südwest-Presse vom 21. November 2007)
Online:
suedwest-aktiv.de

Andrea Arnstädt: Rituale und Gebote im Alltag (Reutlinger General-Anzeiger vom 19. November 2007)
Online:
bahai-einblicke.de
Miteinander der Religionen

Sabine Haas: Neue Broschüre der Landeshauptstadt „Miteinander der Religionen in Stuttgart“ (Pressemitteilung der Landeshauptstadt Stuttgart im Juli 2007)
Online:
bahai.de
Weltreligionstag 2007

Katrin Zöfel: Den Glauben des jeweils Anderen hautnah erleben / Beim Weltreligionstag beten Menschen aus vielen Kulturen gemeinsam – Die Initiative geht von der Gemeinschaft der Bahai aus (Stuttgarter Zeitung vom 22. Januar 2007)
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WM der Religionen

Ursula Vollmer: Fußball eint die unterschiedlichen Glaubensrichtungen / Christlich-islamische Gesellschaft veranstaltet erste Weltmeisterschaft der Religionen – „Lieber miteinander spielen als streiten“ (Filder Zeitung vom 24. Juli 2006)
Download:
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Weltreligionstag 2006

Dorothee Haßkamp: Dem geklonten Menschen gibt keiner seinen Segen / Podiumsdiskussion zum Weltreligionstag – Verantwortung und Gesetze sollen der Genforschung Grenzen setzen (Stuttgarter Zeitung vom 16. Januar 2006)
Online:
weltreligionstag.de
Ausstellung im Rathaus

Simone Gaul: „Früchte desselben Baumes“ / Die Stuttgarter Bahaigemeinde feiert 100. Geburtstag – Ausstellung im Rathaus (Stuttgarter Zeitung vom 9. November 2005)
Download: Artikel als PDF
US-Soldat half

Götz Schultheiss: Stuttgart als Zentrum einer Religion / Deutsche Bahai-Gemeinde feiert 100. Geburtstag – Ziel ist Völkerverständigung | US-Soldat half mit Care-Paketen / John Eichenauer erzählt aus bewegten Nachkriegstagen (Stuttgarter Nachrichten vom 10. September 2005)
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Hundertjahrfeier

Nicole Höfle: Eine Religion muss sich ständig weiterentwickeln / Familiengeschichte bei den Bahai: die Gemeinde feiert ihr hundertjähriges Bestehen, und Michael Gollmer folgt seinem Urgroßvater (Stuttgarter Zeitung vom 6. September 2005)
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Weltreligionstag 2005

Rainer Lang: Absage an Gewalt bei Stuttgarter Weltreligionstag (Evangelischer Pressedienst Deutschland, 18. Januar 2005)
Online:
epd.de
Staatsministerium Baden-Württemberg: Staatssekretär Böhmler würdigt Stuttgarter Weltreligionstag / Belebung von Religiosität
deutet sich auch in Deutschland an (Pressemitteilung vom 16. Januar 2005)
Online:
weltreligionstag.de
Weltreligionstag 2004

Andreas Rössler: Gott ist immer größer / Monotheistische Religionen beim Stuttgarter Weltreligionstag (Evangelisches Gemeindeblatt Württemberg vom 1. Februar 2004, Ausgabe 5/2004)
Online:
weltreligionstag.de
Claudia Krüger: Gemeinsames feststellen, ohne Unterschiede zu leugnen / Bürgermeister Klaus-Peter Murawski ruft zu „Klima der Toleranz“ auf – Dialog zwischen den Religionen als zentrale Aufgabe (Stuttgarter Zeitung vom 26. Januar 2004)
Online:
weltreligionstag.de
Weltreligionstag Geschichte

Michael Paul Gollmer: „Das Wesen der Religion ist die Liebe“ / Der Weltreligionstag unter der Schirmherrschaft der Landeshauptstadt Stuttgart (Magazin Tempora Jahresausgabe 2004)
Download:
Artikel als PDF
Weitere Artikel zu den Weltreligionstagen finden Sie unter weltreligionstag.de.
Überblick 2003: hier