Aktivitäten: Dialog der Religionen

Religion und Gesellschaft
Unsere säkulare Gesellschaft lebt von Werten, die sie sich nicht
selbst schaffen kann. Der weltanschaulich neutrale Staat braucht
einen grundlegenden Wertekonsens, der über Politik und Wirtschaft
hinausweist. Religion kann zu dieser gemeinsamen Basis
beitragen.
Gerade in einer Zeit globaler Migrationsströme mit
ihren tiefgreifenden Veränderungen kann sie aber auch die
desintegrierenden Kräfte stärken. Der Zusammenprall der Kulturen
stellt den religiösen Pluralismus vor eine Zerreißprobe.
Religion, die sich dem Dialog verweigert, ist sozialer Sprengsatz.
Nur durch eine gemeinsame Anstrengung der Religionen
kann gesellschaftlicher Zusammenhalt erzielt werden, der vom
gleichgültigen Nebeneinander zu einem konstruktiven Miteinander,
von Desintegration zu gegenseitiger Bereicherung führt.
Die Bahaigemeinde möchte in diesem Annäherungsprozess
der Religionen als Katalysator wirken und den Dialog – auch auf ganz
praktische Art und Weise – fördern. Dieses Ziel verfolgt zum Beispiel das
Stuttgarter Fest der Religionen, an welchem neben der Stuttgarter Bahaigemeinde auch
die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs und die DITIB-
Moscheegemeinde Feuerbach aktiv beteiligt sind.
Foto von Marco Abrar: Weltreligionstag 2007 im Rathaus
Begegnung am Weltreligionstag
Bereits 1951 entschloss sich die Stuttgarter Bahai-Gemeinde,
den Weltreligionstag einzuführen. Das sollte ein Tag sein,
der gemeinsam mit den Anhängern unterschiedlicher Religionen
begangen wird, um das Denken der anderen besser kennen zu lernen.
Die Veranstaltung am dritten Sonntag im Januar wurde bald zu einer
festen und gutbesuchten Stuttgarter Tradition. Mit Repräsentanten der Religionen,
Theologen und Religionswissenschaftlern wurde der Weltreligionstag zwischen 2000 und 2007
jährlich als Multireligiöse Feier oder Podiumsdiskussion von der Stuttgarter Bahaigemeinde veranstaltet.
Themen waren unter anderem:
• Gebete der Weltreligionen
• Gentechnik am Menschen
• Religionen gemeinsam gegen Gewalt
• Glauben alle an denselben Gott?
Siehe auch: Presseecho |
weltreligionstag.de

Runder Tisch der Religionen

Der Runde Tisch der Religionen in Stuttgart ist eine Einrichtung der Landeshauptstadt,
die als Beispielprojekt für andere Kommunen bekannt ist. Auf Initiative von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster wurde
der Runde Tisch im Jahr 2003 ins Leben gerufen, der fünf in Stuttgart ansässige Religionen repräsentiert.
Die Bahai- Gemeinde wird von Frau Dr. Haleh Sabet vertreten.
Das Gremium dient der Förderung des Dialogs der Religionen und wird von insgesamt 25 Religions-
gemeinschaften unterstützt.
Stuttgarter Manifest

2007 gab der Runde Tisch der Religionen die Broschüre „Miteinander der Religionen in Stuttgart“ heraus, die der
Präsentation der religiösen Vielfalt Stuttgarts dient und ein gemeinsames Manifest der Religionen enthält.
Download:
Broschüre als PDF
Religions for Peace (WCRP)

Auch bei der Ortsgruppe von „Religions for Peace“ wirken seit vielen Jahrzehnten Bahai unserer Gemeinde mit.
Online:
Jahresprogramm
CIG Region Stuttgart
Das Fest der Religionen im Herzen der Landeshauptstadt veranstaltet die Christlich- Islamische Gesellschaft.

Online:
cig-stuttgart.de
Haus Abraham
Die Idee des Hauses Abraham im Kloster Denkendorf wird von Menschen getragen, die sich dem Gedanken des friedlichen Miteinanders
der Religionen und des gegenseitigen Respekts füreinander verbunden fühlen.

Online:
haus-abraham.de